Der Steinmarder (auch Hausmarder, Dachmarder oder Weißkehlchen
genannt) gehört zur Ordnung der Raubtiere. Er lebt
in der unmittelbaren Umgebung des Menschen. Der Steinmarder
ist eine Art „Alleskönner“, der den unterschiedlichsten
Beutetieren nachstellt. Auf den Jagderfolg sind sie nicht
immer angewiesen, da sie sich zeitweise bis zu 80% von Früchten
ernähren.
Stadt- und Dorfmarder richten sich gern auf Dachböden von Wohnhäusern ein. Die Schlafplätze werden bevorzugt
in Zwischenböden und Dachschrägen angelegt, also
in meist menschenfreien Bereichen. Die dazugehörigen
Dachböden können als Wohnraum mitgenutzt werden.
Geeignet ist fast jedes Wohnhaus, es sollte allerdings maximal
dreistöckig sein. Besonders steinmarderfreundlich sind
Häuser mit Kletterhilfen, wie Fassadenbegrünung,
ein Baum oder ein flach an das Haus anschließender
Gebäudeteil, eine Garage oder ein Carport, können
als Aufstiegserleichterung dienen. Fehlen solche Zugangsmöglichkeiten
klettert der Steinmarder auch direkt an der Hauswand hoch.
In den meisten Fällen kommt es zu Beschädigungen von
Dachisolierungen aus Glas- und Steinwolle. Der Marder legt
darin Gangsysteme an oder reißt das Material einfach
ab. Teilweise nutzt er es auch zum Auspolstern. Des Weiteren
stellt der Marder in der Zeit von ca. 22.00h
– 01.00h nachts sowie ab morgens 5.00h eine erhebliche
Lärmbelästigung dar.
Der Wegfang des Tieres nützt nichts, da sein Revier
gleich darauf neu besetzt wird. Der Nachfolger orientiert
sich an den Duftspuren des Vorgängers und
wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die selben Unterschlüpfe
nutzen.
Vorsicht mit Geruchstoffen und Ultraschallgeräten zur Steinmarderabwehr, mit Gestank lässt sich ein Marder
nicht beeindrucken und Ultraschall kann ihm, ebenso wie laute
Radiomusik, kurzfristig stören, er gewöhnt sich
aber recht schnell daran. Übrigens ist Ultraschall auch
für Haustiere hörbar.
Gern beraten wir Sie über Möglichkeiten Marder
aus Häusern, Dachböden bzw. Autos fernzuhalten.
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