Allgemein
Bis
vor kurzer Zeit war die Bettwanze (5-6 mm Größe)
in Europa ein weitverbreiteter Parasit in vernachlässigten
Wohnungen und Hotels. Heutzutage tritt sie seltener auf.
Das
Wanzenvorkommen ist jedoch in den letzten 20 Jahren wieder
gestiegen.
Lebensweise, Biologie
Die erwachsenen Bettwanzen als auch
die Larven ernähren sich von Blut. Sie sind sehr lichtscheu
und fallen deshalb nachts ihren Wirt an. Mittels Saugrüsseln
stechen sie in freiliegende Körperteile. Hierbei können
sie bis zu 7 mg Blut saugen; nahezu das Fünffache des
eigenen Körpergewichtes. Der Stich wird kaum wahrgenommen,
jedoch die Folgen wie z.B. juckende Pickel und Schwellungen
an der Einstichstelle werden vielfach als unangenehm empfunden.
Nachdem die Bettwanze sich bei ihrem Wirt gesättigt
hat, versteckt sie sich z.B. in Matratzen, Ritzen oder Polstern,
Wand- und Deckenrissen, hinter Bildern, Tapeten oder ähnlichem.
Hier legen die Weibchen auch ihre Eier ab. Die Entwicklung
der Bettwanzen verläuft am günstigsten bei einer
Temperatur von 18-20° C. Wenn sie dann ständig Nahrung
bekommt, dauert es nur etwa 6-9 Wochen zur Entwicklung einer
Generation. Bettwanzen sind in der Lage mehrere Monate zu
hungern.
Schäden
Bislang fehlt bei Bettwanzen der Beweis, daß sie Überträger
von Infektionskrankheiten sind. Ihr Vorhandensein ist aus
hygienischer Sicht bedenklich, so daß ein Befall beim
zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden sollte.
Vorbeugung
Bei einem durch Bettwanzen verseuchten Objekt
ist es erforderlich, eine Begasung der Einrichtung durchzuführen.
Desweiteren besteht die Möglichkeit einer Entseuchung
mit einem Langzeit-Insektizid. Dieses sollte von einem Fachbetrieb
durchgeführt werden. Gegenstände, in denen sich
Bettwanzen versteckt halten können, lassen sich durch
erhitzen auf über 40° C von Befall befreien.
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