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Allgemein

HeimchenDas Heimchen, auch Hausgrille genannt, lebt in den wärmeren Regionen Europas in der freien Natur und ist dort auch ein gefürchteter Feldschädling. In unseren Breitengraden kommt es dauerhaft nur an den wärmeren Stellen in den Häusern, beispielsweise in Heizungskellern, vor. Die Tiere, welche 16-20 mm groß werden, halten sich vorzugsweise in der Nähe von Warmwasserleitungen, Bäckereien, Ställen und auf Schiffen auf. Hier sind dauerhaft günstige Bedingungen zum Überleben und Fortpflanzen gegeben. Während der Sommermonate leben sie auch unter freiem Himmel, wie z.B. auf Müllkippen und Abfallhalden, wo sie sich schnell vermehren.

Lebensweise, Biologie

Das Weibchen legt mit Hilfe einer Legeröhre etwa 200-300 Eier in Ritzen, Staub oder das Erdreich. Nach ca. 7-14 Tagen schlüpfen dann die Larven. In dem kurzen Zeitraum von nur 4-6 Wochen sind sie bereits ausgewachsen. Heimchen ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen und tierischen Stoffen, wobei sie saftiges Obst, Gemüse, frisches Hefegebäck und Brot bevorzugen. Desweiteren fallen sie auch über Insektenleichen, Textilien und Bucheinbände her. Ihre starken Beißwerkzeuge lassen auch Angriffe auf lebende Insekten zu. Diese Tiere sind nachtaktiv, haben die Fähigkeit sich bis zu 20 cm weit zu springen. Erwachsene Tiere sind sogar flugfähig, was aber nicht oft genutzt wird. Desweiteren verfügen die Männchen, wie ihre wildlebenden Artgenossen, über die Möglichkeit mit Hilfe der Vorderflügel ein melodisches Zirpen hervorzubringen. Bei einer Temperatur von 31-32° C fühlen sich Heimchen am wohlsten, können aber auch bei niedrigen Temperaturen unter 0° C bis zu 16 Stunden überleben.

Schäden

Im Gegensatz zu anderen Insekten verursachen Heimchen normalerweise nur unerhebliche materielle Schäden. Da sie aber von Abfällen und Unrat zu Lebensmitteln wechseln, können sie der menschlichen Gesundheit genauso schaden wie z.B. Schaben.

Vorbeugung

Man sollte darauf achten, daß Ritzen im Gemäuer sowie im Fußboden beseitigt werden und so den Heimchen nicht mehr als Unterschlupf dienen können. Saubere Betonfußböden in Heizräumen und warmen Kellern sind wichtig. Desweiteren sollten feuchte Stellen ausgetrocknet und der Zugang zu Lebensmitteln, Abfällen und Wasser (Leitungen instandsetzen) verhindert werden.

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