Allgemein
Die Kleidermotte (4-8 mm) gilt überall
auf der Welt als ernster Schädling in Haushalten, wo
sie Wollbekleidung, Teppiche und Polstermöbel, auch
Fischmehl, Kasein und Trockenfleisch beschädigt. Auch
in Rohwollelägern und Teppichwebereien ist sie gefürchtet.
Sie ist ein guter Läufer, das Fliegen meidet sie eher.
Lebensweise, Biologie
Die ca. 50 Eier eines Weibchens werden
zwischen Wollfasern geschoben und einzeln festgeklebt. Nach
ca. 4 Tagen bis 3 Wochen schlüpfen sehr bewegliche 1
mm große Larven, die ohne Schwierigkeiten sehr kleine Öffnungen
passieren können. Die Raupe lebt in einer Art Tunnel
aus Seidenfasern. Sie spinnt sich einen Kokon und verpuppt
sich darin. Nach dem Schlüpfen verläßt das
Imago die leere Puppenhülle. Unter guten Bedingungen
dauert so eine Entwicklungsphase durchschnittlich 65-90 Tage,
kann sich aber auch bis zu mehreren Jahren hinziehen. Normalerweise
bringt die Kleidermotte nur eine Generation jährlich
hervor. In gut geheizten Räumen kann Sie jedoch bis
zu vier Generationen erzeugen.
Vorbeugung
Um
einem Befall durch die Kleidermotte vorzubeugen, sollte man
für trockene Luft in der Wohnung sorgen und der Kleiderschrank
regelmäßig durchgesehen. Desweiteren ist ein rechtzeitiges
Reinigen verschmutzter Bekleidung unumgänglich. Nach
Aufspürung der Brutstellen müssen diese sofort
vernichtet werden. Dieses können Woll- oder Pelzstücke
an Kleidung, Klavierfilz, Filzisolierungen von Wasserleitungen
oder verfilzte Schmutzknäuel hinter Möbelstücken
sein.
< zurück |