Allgemein
Das Silberfischchen gehört
zu einer altertümlichen Insektengruppe, die auch als
ausgewachsene Tiere keine Flügel besitzen und sich nicht
durch Metamorphose entwickeln. Die Körperlänge
der Tiere tendiert zwischen 8-13 mm. Sie besitzen lange,
gegliederte Geißelantennen, einen deutlich verbreiterten
Brustabschnitt und weisen einen sich nach hinten verjüngenden
Hinterleib auf, dessen 3 borstenartige Fortsätze das
Körperende weit überragen.
Lebensweise, Biologie
Die Tiere schlüpfen aus dem Ei,
welches dem Imago ähnelt, wachsen und häuten sich
dann mehrmals. Fortpflanzungsfähige Exemplare häuten
sich bis zu 80 mal und wachsen ständig. Abhängig
von den Lebensbedingungen dauert die Entwicklungsphase des
Silberfischchens 4 Monate bis zu 3 Jahren. Das Imago kann
weitere drei Jahre oder noch länger leben und bleibt
das ganze Leben fortpflanzungsfähig. Die Eier (ca. 100)
werden von dem Weibchen in Ritzen oder frei auf einer Unterlage
abgelegt. Silberfischchen sind Nachtlebewesen. Sie lieben
die Wärme. Man findet sie häufig an feuchtwarmen
Stellen wie z.B. warme Keller, Badezimmer oder in noch nicht
ausgetrockneten Neubauten. Ihre Nahrung finden sie in Altpapier,
Büchern, Zeitschriften und Tapeten. Vorwiegend ernähren
sich die Tiere von dem Dextrin des Klebstoffs. Sie fressen
jedoch auch an winzigen Schmutzteilchen, welche sich in unzugänglichen
Ritzen oder Winkeln festgesetzt haben. Auch Textilien wie
Baumwolle, Leinen, Seide oder Kunstfasern werden von diesem
Insekt angegriffen. Selbst tote Insekten oder auch die eigenen
Exuvien (abgestreifte Haut) werden von ihnen nicht verschmäht.
Sie sind in der Lage, über einen Zeitraum von mehreren
Monaten zu hungern, ohne dabei Schaden zu nehmen.
Vorbeugung
Herabsetzung der Feuchtigkeit, sowie Bücher
und Zeitschriften und diverse Textilien in einer geeigneten
Umgebung, sprich kühl und trocken lagern.
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