Allgemein
Hierbei handelt es sich um eine
in unseren Breitengraden weitverbreitete Art; eine der häufigsten
Ameisen bei uns, die zumeist im Freien lebt. Die flügellosen
Arbeiterinnen werden bis zu 4 mm lang. Von den Pharaoameisen
unterscheiden sie sich deutlich durch den eingliedrigen Verbindungsstiel
zwischen Brust und Hinterleib. Die Tiere besitzen Giftdrüsen,
aus denen ein Sekret gegen Feinde gesprüht werden kann.
Wegameisen sind grau bis dunkelbraun.
Lebensweise, Biologie
Bei der Wegameise handelt es sich
um ein Tier, welches bevorzugt im Freien lebt und menschliche
Behausungen im Allgemeinen nicht sucht. Wenn eine Königin
jedoch innerhalb einer Wohnung einen geeigneten Nistplatz
vorfindet, so ist sie ein sehr hartnäckiger Hausgast.
Die Geschlechtsreife der Tiere liegt im Sommer - in Schwärmen
kommt es zum Auftreten der geflügelten Tiere. Das befruchtete
Weibchen überwintert dann im allgemeinen in einem Erdloch
o.ä. und beginnt im Frühjahr mit der Eiablage.
Hierzu werden Mauerritzen, Baumrinden, Steinspalten etc.
bevorzugt.
Jedes Volk verfügt über eine Königin.
Die Entwicklung der Tiere erfolgt über Larven und Puppenstadium
(als Ameisenei bezeichnet). Im Freien schätzen die Wegameisen
den sogenannten "Honigtau", den sie durch das "Melken" von
Schild- und Blattläusen gewinnen. Im Haus nehmen sie
nicht nur zuckerhaltige Nahrung zu sich, sondern verschmähen
auch eiweißhaltige Kost wie Fleisch oder Ei nicht.
Die Verständigung der Tiere erfolgt durch Düfte.
Wird eine ergiebige Futterquelle gefunden, führt bald
eine solche Duftspur ins Haus und lockt somit unzählige
der kleinen Tiere an.
Schäden
Lebensmittel werden durch
Fraßspuren unansehnlich und nehmen so leichter Keime
auf. Wirklichen Schaden aber richten die Wegameisen wohl
nur dann an, wenn sie in älteren Häusern die Dachbodenhölzer
bevölkern und diese nach und nach zerstören.Wirkliche
Erkrankungen des Menschen durch die Wegameise sind nicht
zu verzeichnen, allerdings muß man einräumen,
daß das Wehrgift der Tiere vornehmlich die Ameisensäure,
bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen wie Ausschlägen
und / oder Schwellungen führen kann.
Vorbeugung
Da Ameisen
sich durch Düfte verständigen, können sie
auch mit Düften evtl. abgewehrt werden. Es lohnen sich
Versuche mit Rainfarn, Lavendel und Majoran. Ameisen gehen
nicht gern über feinpudrige Substanzen, so daß z.B.
ausgestreutes Backpulver für die Tiere wie eine Barriere
wirkt - ähnliches läßt sich auch mit fein
zerdrückten Eierschalen erreichen. Zimmerpflanzen, die
von Blattläusen befallen sind, sollten schnell behandelt
werden (oder im Sommer in den Garten aussiedeln), da die
Läuse die Ameisen geradezu anziehen. Ritzen und Mauerfugen,
durch welche die Tiere das Haus betreten, sollten gesucht
und abgedichtet werden.
Bei stärkerem Befall lohnt es
sich, den Weg der Ameisenstraßen zu verfolgen und so
herauszufinden, wo die Futterquelle der Tiere liegt. Diese
dann beseitigen - oft ziehen sich die Tiere zurück,
wenn sie kein Futter mehr finden. Deshalb auch alle Nahrungsmittel
im Haus fest verschlossen aufbewahren. Es ist übrigens
unsinnig, die frei herumlaufenden Arbeiterinnen zu töten.
Die Ameisen eines Nestes vermehren sich so lange, wie ihre
Königin am Leben ist. Allerdings sollte man einzeln
laufende Arbeiterinnen möglichst rasch aus dem Haus
werfen, da es sich hierbei um auf Futtersuche befindliche
Tiere handeln könnte, die bei Erfolg eine ganze Armee
herbeirufen würden.
Ein Blick in Blumentöpfe lohnt
durchaus - nicht selten finden sich darin Ameisennester.
Vorbeugend sollte man, wenn ein Hochzeitsflug der Ameisen
in der Nähe der Wohnung stattfindet, die Fenster öffnen
- die fliegenden Tiere bewegen sich auf das Licht zu und
suchen so das Freie.
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